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Kategorie: Taoismus
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Mantak Chia: Das Tao Yoga der Liebe
Ansata, Interlaken 1984
 
In seinem grundlegenden Werk über männliche Sexualität gibt der große Meister des Healing Tao grundlegende Übungen preis, mit denen Männer ihre Sexualität erweitern und transformieren können. Eines der wertvollsten Bücher zum Thema männliche Sexualität überhaupt.
Teilweise kommt bei Chia allerdings der chinesische Macho heraus, der ein Sexual-Kung-Fu nach Art der Kampfkünste lehrt. Seine extreme Sicht, auf Ejakulation völlig zu verzichten, wird von den Tantrikern und auch einem Teil der Taoisten abgelehnt und durchzieht als ärgerliche Ideologie das ganze Buch, ebenso die Propagierung strikter Monogamie, die im Kontrast zu anderen Taoisten steht.
   
Mantak Chia & Douglas Abrams Arava: Öfter, länger, besser. Sextips für jeden Mann
Knaur, München 1997
 
Trotz des unsäglichen Übersetzungstitels ein sehr gutes kleines Handbuch. Eine Einführung für Männer in die Sexuallehre des Taoismus, wie sie besser kaum geraten könnte. Ideologische Spitzen des Meisters Chia werden vom Co-Autor Arava behutsam ausgeglichen, das Buch ist für alle geschrieben, verständlich, populär und bleibt trotzdem pointiert und klar. Mein Tip: zuerst dieses Buch und dann das „Tao Yoga der Liebe“ durcharbeiten.
Ersetzt trotzdem nicht einige Sessions bei einem guten Tao-Lehrer!
   
Mantak und Maneewan Chia: Tao Yoga der heiligen Liebe
Ansata, Interlaken, 1987
 
Das Pendant zur männlichen Sexuallehre des Tao. Reichhaltig und informativ. Beim Durcharbeiten fällt auf, dass die Taoisten die weibliche Sexualität auf recht „männliche“ Weise betrachten. Einige der Praktiken wie z.B. die „Hirschübung“ werden von einer neuen Generation taoistischer Forscherinnen eher abgelehnt.
   
Maitreyi Piontek: Das Tao der weiblichen Sexualität
Ariston, Basel 1998
 
Die Geheimnisse des sexuellen Tao, diesmal für Frauen. Maitreyi Piontek als Schülerin von Mantak Chia hat sich auf den Weg gemacht, das Tao der Frau zu erforschen. Das Wissen um die Sexualität des Mannes ist den alten Chinesen viel besser bekannt. So widerspricht sie auch in einigen Punkten ihrem Lehrer.
Dieses Werk ist ein Meilenstein bezüglich der Erforschung der spirituell-energetischen Seite der weiblichen Sexualität, und es ist von einer stolzen selbstbewußten Frau geschrieben als Beitrag zu einem neuen Feminismus.
   
Stephen T. Chang: Das Tao der Sexualität. Von der tieferen Weisheit des Liebens
Ariston, Genf, 1992
 
Ein umfassendes und gutes Buch zum Tao der Sexualität, welches mal nicht von Mantak Chia stammt. Stephen Chang hat einen weicheren Zugang zur Tao-Praxis und legt viel Wert auf eine genaue sexologische Beschreibung. Vielleicht fehlt dem Werk der charismatische Stil von M. Chia, trotzdem ist es in etwa gleichwertig.